Oeverhaus gewinnt Finale in der Eifel - Vollak fährt mit Rang zwei zum Meistertitel

Mit dem zweiten Saisonsieg für Theo Oeverhaus (HAMPL MOTORS Rennsport) endete eine unglaubliche Saison des DMV BMW 318ti Cups auf dem Nürburgring. Als Zweitplatzierter wurde Sebastian Vollak (HAMPL MOTORS Rennsport) zum zweiten Mal als Meister gekürt. Rang drei holten sich in der Eifel Timo Kaul und Henry Cerny (Cerny Motorsport).

Auf dem Weg zu seinem zweiten Meistertitel ließ Sebastian Vollak beim Finale in der Eifel nichts anbrennen. Von der Pole Position aus ins Rennen gegangen überließ er seinem Teamkollegen und Meisterschaftskontrahenten Theo Oeverhaus nach drei Runden die Spitze. Vollak konnte den Youngster getrost ziehen lassen. Selbst ein Sieg würde dem 16jährigen nicht zum Titel reichen. Somit verlegte sich Vollak auf die Verfolgerrolle. Nach 64 Runden blieb es bei Rang zwei. Der zweite Titelgewinn in der noch jungen Rennserie war perfekt. „Es war alles andere als einfach gegen die Jugend. Aber am Ende haben wir es geschafft den Titel für die 507 zu holen. Ich bin megahappy. Das Rennen selbst lief wie geplant. Ich wollte unbedingt die Pole, was wir geschafft haben. Ich fuhr nicht komplett am Limit und ließ daher auch Theo kampflos ziehen. Ich konzentrierte mich darauf, den zweiten Platz abzusichern. Ein sechster Platz hätte mir zur Meisterschaft gereicht. Mit den Safety-Car Phasen wurde es noch einmal chaotisch. Da war ich kurz nicht mehr so sicher, ob das für Platz sechs noch reicht, als wir zwei Minuten vor der roten Ampel standen und sah den Titel flöten gehen. Am Ende ist es Gottseidank nochmal gut gegangen und wir haben das Auto sicher über die Distanz gebracht“, lautete das Statement des zweimaligen Champions. Auf Platz eins leistete sich Theo Oeverhaus keine Fehler. Das schnelle Nachwuchstalente feierte einen überzeugenden zweiten Saisonsieg. Knapp 40 Sekunden hielt der Sieger Vollak nach Ablauf der 3-Stunden auf Distanz. Neben dem Gewinn der Vizemeisterschaft nimmt Oeverhaus zusätzlich noch den Titel in der U21 Wertung mit nach Hause.

Überraschung auf Platz drei
Waren die ersten beiden Plätze klar verteilt, um so spannender ging es um den letzten Treppchenplatz zu. Am Ende setzten sich mit Timo Kaul und Henry Cerny zwei Piloten durch, die anfangs so keiner richtig auf der Rechnung hatte. In der eng umkämpften Anfangsphase hatte sich das Duo auf dem achten Gesamtplatz festgefahren. Während die Konkurrenz teilweise frühzeitig die Segel streichen musste, absolvierten die beiden Cerny Motorsport Pilot ein fehlerfreies Rennen. Ab der 51. Runde setzten sich Kaul/Cerny an die dritte Position, die sie über die Zeit brachten. „Mit dem dritten Platz sind wir sehr glücklich. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so weit nach vorne fahren. Es hat uns sehr gutgetan, dass wir unser Potential noch einmal zeigen konnten. Das 3-Stunden Rennen war eine besondere Herausforderung, auch mit den schnelleren Fahrzeugen. Wir profitierten ziemlich von den Safety-Car Phasen. Wir wurden nach vorne gespült, andere Teams hatten wirklich Pech. Nach einer Stunde fiel die Servo-Lenkung aus. Dadurch kam am Schluss der Viertplatzierte immer näher und es war eine Zitterpartie“, berichtete Timo Kaul. Direkt dahinter platzierten sich zwei weitere Fahrerpaarung, für die es zumindest bei Rennbeginn auch nicht nach einer Topplatzierung ausgesehen hatte. Ioannis Smyrlis und Cederik Totz (Smyrlis Racing) überquerten als Vierte die Ziellinie. Rang fünf ging an die Teamkollegen Maximilian Saar und Justin Wichmann.

Als erster hatte sich Max Rosam (Rosam Motorsport) nach 20 Runden aus der Spitzengruppe verabschiedete. Kurz darauf erwischte es Maik Kraske (HARD Speed Motorsport) bei einem Unfall Ende der Start- und Zielgeraden. Bis dato hatten sich die beiden einen engen Positionskampf mit Walter/Sternkopf (Cerny Motorsport) um den vierten Gesamtrang geliefert. Doch auch für die Titelverteidiger reichte es am Ende nur zum achten Gesamtplatz. Davor platzierten sich noch Hendrik Schnurbusch und Marcel Helberg (Morts Tuning), die eine glänzende Anfangsphase gezeigt hatte. Zeitweise direkt hinter Sebastian Vollak auf Platz drei unterwegs stoppten die beiden spät und lagen kurzzeitig auf Platz eins. Zwar konnte der vordere Platz nicht ganz gehalten werden, aber mit einem siebten Rang gelang wie schon zuletzt der Sprung unter die besten zehn. Die erste Top 10 Platzierung holten sich Klaus Waibel und Stefan Hahne (Cerny Motorsport). Von der 19. Startposition aus ins Rennen gegangen, hatte sich das Duo spätestens im letzten Renndrittel im vorderen Feld behauptet. Mit dem sechsten Gesamtrang holten Waibel/Hahne ihr bestes Saisonresultat. Ihr erstes Top10-Ergebnis feierten auf Platz neun Fernando Dinkelmeyer/Mathias Mendel (Dino Racing). Sie hielten Linus Jansen (Smyrlis Racing) hinter sich.

Turbulentes Saisonende
Wie zu erwarten war es auf der Grand Prix Strecke gemeinsam mit der DMV NES 500 brechend voll. Trotzdem war es ein Rennen, welches ohne größere Blessuren abgehalten werden konnte. Eine entscheidende Rolle spielten die vielen Safety-Car Phasen, welche die Boxenstopps zu einem Glücksspiel, aber durchaus auch zum taktischen Element machten. Während der eine profitieren konnte, verlor der andere. Dazu hagelte es einige 35-Sekunden Strafen, welche das Klassement zusätzlich durcheinanderwirbelte.

Bild  und Text: Holzer

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