Premierenpodium für Schnurbusch und Morts Tuning
Vollak und Oeverhaus siegen am Sonntag

Beim zweiten Teil des Doubleheaders des DMV BMW 318ti Cup in der Lausitz teilten sich Sebastian Vollak und Theo Oeverhaus (beide Hampl Motors Rennsport) die Gesamtsiege. Im zweiten Heat feierte Hendrik Schnurbusch (Morts Tuning) seine Premiere auf dem Treppchen. Max Rosam (Rosam Motorsport) komplettierte im zweiten Durchgang das Podium. 

Galt Sebastian Vollak in den letzten Jahren als der Maßstab im DMV BMW 318ti Cup, haben sich in diesem Jahr gleich mehrere Piloten an der Spitze etabliert. Allen voran Theo Oeverhaus. Der 16jährige machte in der Lausitz Rekordsieger Vollak das Leben richtig schwer. Im ersten Rennen setzte sich mit 1,235 Sekunden Vorsprung noch der Routinier durch.  Was nach einem einfachen Start- und Zielsieg aussah, war dennoch harte Arbeit. Theo Oeverhaus saß dem Führenden das gesamte Rennen über im Nacken. Der Youngster hatte bei der Code 60 Phase zu Beginn Pech. Zwei Fahrzeuge nutzten den kürzeren Weg über die Boxengasse und schoben sich dadurch vor Oeverhaus. Diese Zeit war nicht mehr aufzuholen. „Ich hatte in der ersten Code 60 Phase einen leichten Vorteil, da die zwei, die durch die Box abkürzten, sich genau zwischen mir und Theo positioniert hatten. So konnte ich nach der Code 60 sofort los. Theo musste erst an den beiden vorbei. Der Abstand ist über das ganze Rennen unverändert geblieben, da wir eine ähnliche Pace haben. Ich muss mich aber lang machen, da Theo da überhaupt nicht nachlässt“, meinte Vollak zu seinem Erfolg.

Im zweiten Heat des Tages musste sich Vollak seinem jungen Kontrahenten geschlagen geben. Gleich beim stehenden Start brachte Oeverhaus zwei Wagen zwischen sich und Vollak. Der Meister von 2019 brauchte fünf Runden, ehe er sich hinter Oeverhaus auf Rang zwei einreihte. Nach dem Pflichtstopp verteidigte Oeverhaus seine Führung. Vollak kam nicht mehr ran. Im Gegenteil – der schnelle Youngster an der Spitze baute seinen Vorsprung weiter aus. Am Ende siegte Oeverhaus mit 9,86 Sekunden Abstand auf Rang zwei.

Premiere auf dem Podium
Im ersten Rennen kletterte Hendrik Schnurbusch zum ersten Mal auf das Gesamtpodium. Es war eine ganz knappe Entscheidung, die auch von Strafen der Konkurrenz beeinflusst war. Nach einem gebrauchten ersten Renntag belohnten sich Team und Fahrer selbst für die harte Arbeit. Gleich beim Start machte der Morts Tuning Pilot Plätze gut. Da Schnurbusch zudem als letzter Pilot im Feld stoppte, ging es bis auf Platz zwei nach vorne. Nach dem Pflichthalt ging es auf Platz sechs wieder auf die Strecke. Davor beharkten sich Kast/Schultz (PR Motorsport) und Max Rosam. Das konnte Schnurbusch für sich ausnutzen und sechs Runden vor Schluss an beiden vorbeiziehen. Als auch noch Maik Kraske (H.A.R.D. Speed) eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, war die erste Podiumsplatzierung Realität. „Hinter mir gab es zu Beginn einige Positionskämpfe, wodurch ich mich lösen konnte. Ich kam nach meinem Stopp hinter  Max Rosam und Kast/Schultz auf die Strecke. Als die beiden sich im Zweikampf stritten, konnte ich beide gleichzeitig überholen und die Position im harten Kampf verteidigen. Mit Glück durch die Zeitstrafe von Maik bin ich noch auf Platz drei gerutscht“, freute sich Hendrik Schnurbusch über das starke Resultat. Rang vier ging an Max Rosam, während sich Maik Kraske noch vor Kast/Schultz platzierte. Dahinter reihten sich Sternkopf/Walter (Cerny Motorsport), Kaul/Cerny (Cerny Motorsport), Maximlian Bösing (PR Motorsport) und Marc David Müller (MDM Racing) ein.

Das zweite Rennen sah Max Rosam auf dem Treppchen, der sich vor Schnurbusch und Kraske behauptete. Von Platz sechs aus kämpfte sich Rosam bis zu seinem frühen Stopp in Runde zehn auf Rang vier nach vorne. Vor ihm lagen Kast/Schultz, die fünf Runden länger auf der Strecke blieben. Das Duo von PR Motorsport verteidigte seine dritte Gesamtposition gegen Rosam, der das Ziel eigentlich als Vierter sah. Am Ende profitierte Rosam von einer Zeitstrafe für die vor ihm platzierten Kast/Schultz. Die beiden bekamen 30 Sekunden aufgebrummt, wodurch nicht nur Rosam, sondern auch Schnurbusch und Kraske vorbeirutschten. Dahinter schafften Wichmann/Saar (Smyrlis Racing), Marc David Müller und erstmals Fuchs/Nick (Ilic Motorsport) den Sprung in die Top 10.

Die Entscheidung fällt beim Finale
Überhaupt nicht rund lief es auf dem Lausitzring für die bis dato Zweitplatzierten in der Meisterschaft. Florian Sternkopf und Kevin Walter erwischten ein Wochenende zum Vergessen. Reichte es im ersten Rennen immerhin noch hinter Kast/Schultz zu Platz sieben, sprang im zweiten Heat nur Platz 19 heraus. Da es auch am Vortag nicht gut lief, verabschiedeten sich die letztjährigen Titelträger aus dem Meisterschaftskampf. Damit heißt es in der Eifel Vollak gegen Oeverhaus, womit sich die Freunde des DMV BMW 318ti Cup auf ein spannendes Finale freuen dürfen.

arp Redaktionsbüro Patrick Holzer

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